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Ganzheitlicher Ansatz für die IT-Alarmierung
Im IT-Bereich ist bei kritischen Fehlern eine schnelle Reaktion entscheidend. Bei einem Datenbankausfall oder einer Sicherheitslücke muss die Benachrichtigung zuverlässig und direkt die zuständigen Fachkräfte erreichen. Ein IT-Incident betrifft jedoch häufig nicht nur das technische Personal. Auch andere Anspruchsgruppen, wie der Kundensupport, der technische Außendienst, die Geschäftsführung oder ein Krisenstab, benötigen zeitnah relevante Informationen, um angemessen auf Betriebsstörungen reagieren zu können.
Viele Teams nutzen für die technische Alarmierung spezialisierte Anbieter - z.B. ilert, PagerDuty oder Opsgenie - was jedoch oft zu isolierten Insellösungen führt. GroupAlarm verfolgt einen integrativen Ansatz: Die Plattform vereint die Ausfallsicherheit aus dem Bereich der Gefahrenabwehr (BOS) mit der Flexibilität moderner IT-Schnittstellen. Dadurch können technische Experten gezielt alarmiert und betroffene Fachabteilungen automatisch über den aktuellen Status informiert werden. Dies erfolgt über eine zentrale, datenschutzkonforme Infrastruktur. Der folgende Vergleich zeigt, wie sich GroupAlarm gegenüber anderen Enterprise-Lösungen positioniert:
| Feature / Kriterium | GroupAlarm | Andere Enterprise- & IT-Lösungen |
| Kostenmodell | Zwischen 3 - 9 Euro pro Seat bzw. Teilnehmer | vergleichbare Tarife im Schnitt 50 Euro pro Seat |
| Funktionsumfang |
| Oft modulare Preisgestaltung und teure Enterprise-Verträge, teilweise existenzielle Funktionen nur im höchsten Paket. |
| Compliance | Aus dem BOS-Bereich mit Blaulicht-DNA die höchsten Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz:
| Häufig US-Serverstandorte, keine C5 Testierung |
| Einrichtung | In wenigen Minuten: Self-Service ohne Vertriebsgespräch oder Kreditkarte | Oft langwierige Implementierungsprojekte und zwingende Sales-Demos. |
| Fokus | Universell: IT-Incidents und physische Notfälle (Feuer, Evakuierung, Alleinarbeit) in einem Tool - keine doppelte Pflege von Apps und Mitarbeitenden | Meist starker Fokus nur auf IT/DevOps |
| Zielgruppe | Egal ob Sie 10, 100 oder 1000 Mitarbeiter alarmieren – GroupAlarm nimmt Komplexität und konzentriert sich auf eine zuverlässige Alarmierung. | Oft sehr technisch, optimiert für Entwickler und IT-Ops Teams. |
Organisation und Struktur festlegen
Der Aufbau startet mit der Definition Ihrer Organisation. Im Gegensatz zu vielen komplexen IT-Plattformen ist das Grundgerüst hier innerhalb weniger Minuten aufgesetzt. In der Organisation legen Sie fest, wie Teams logisch voneinander getrennt werden.
Durch das integrierte Rollen- und Rechtesystem stellen Sie sicher, dass IT-Administratoren ihre eigenen Alarmabläufe verwalten können, während andere Abteilungen (wie das Facility Management oder die Unternehmenskommunikation) nur Zugriff auf ihre jeweiligen Bereiche haben. Diese teambasierte Trennung ist besonders für die Einhaltung von Compliance-Vorgaben und den Datenschutz relevant. Für eine ganz strikte Trennung können mehrere Organisationen verwendet werden.
Rollenbasierte Alarmierung durch Labels
Ein wichtiger Punkt bei der IT-Eskalation ist, dass nicht nach Namen, sondern nach Funktionen alarmiert wird. In GroupAlarm wird dies über Labels gelöst. Labels dienen als Platzhalter für Fachkompetenzen oder Zuständigkeiten, wie IT-Ops, Entwickler, Produktspezialist oder auch Vertrieb. Anstatt einzelne Personen in Alarmvorlagen hart zu codieren, werden die Labels genutzt:

- Dynamische Zuweisung: Sie weisen Mitarbeitern Labels je nach Qualifikation zu
- Wartungsarm: Ändert sich die Personalstruktur, müssen Sie nur die Label-Zuweisung beim Nutzer anpassen, nicht aber Ihre gesamten Alarmketten.
- Verfügbarkeits-Logik: Das System prüft in Echtzeit, wer hinter dem Label aktuell einsatzbereit ist (automatische oder manuelle Zeitsteuerung) und löst entsprechend aus.

Durch die Überwachung der einzelnen Labels (Deckungsgrad) wird sichergestellt, dass jederzeit genug Personal verfügbar ist, um die Aufgaben zu übernehmen - andernfalls können automatisiert bei Unterdeckung z.B. Nachrichten oder Alarme ausgelöst werden.
Alarmvorlagen definieren: Das “Wen” und “Wann” festlegen
Bevor die Technik übernimmt, definieren wir in den Alarmvorlagen, “wen” - also welche Funktionen und Gruppen - wir “wann” - also in welchem Alarmfall - alarmieren möchten.

Typische Definitionen für IT-Szenarien könnten sein:
- Totalausfall kritischer Dienste:
Ein Szenario, das sofortige, quittierungspflichtige Alarme an die Fachadmins auslöst und gleichzeitig die Geschäftsführung informiert. - Schwellwertüberschreitung (Warnung):
Ein weniger kritisches Ereignis, das lediglich das Ticket-System füttert oder eine Information an die zuständige Fachgruppe sendet. - Sicherheitsvorfall (SOC):
Ein spezialisierter Ablauf, der sofort ein definiertes Krisenteam zusammenruft, unabhängig von der Standard-IT-Bereitschaft.
Durch diese Vorab-Definitionen eliminieren Sie im Ernstfall das menschliche Zögern. Es muss nicht mehr entschieden werden, wer informiert werden sollte – das Regelwerk steht bereits fest. Um diese vordefinierten Abläufe schließlich in Gang zu setzen, reicht ein einziger Trigger, der manuell oder automatisiert ausgelöst wird. Je Schweregrad (z. B. Schwellenwert-Warnung oder Komplettausfall) kann in der App ein Klingelton festgelegt werden, damit direkt am Ton unterschieden werden kann, ob ein sofortiges Eingreifen notwendig ist. Die Schweregrade sind komplett individualisierbar und an die Bedürfnisse anpassbar.
QuickActions: Alarmierung per Knopfdruck
Trotz hochmoderner Automatisierung gibt es Momente, in denen der Mensch schneller oder präziser reagiert als die Sensorik – sei es bei unvorhersehbaren Vorfällen, manuellen Eskalationen oder wenn Rückmeldungen von Kunden auf Störungen hinweisen, die von internen Monitoring-Systemen noch nicht erfasst wurden. In diesen Fällen dienen QuickActions als „digitaler Notknopf“.

Alle Parameter wie Empfängerkreise (Labels), Nachrichtentexte und Eskalationsstufen sind hier bereits fest hinterlegt. Ein einziger Klick in der App oder am Desktop genügt, um die gesamte Kommunikationskette fehlerfrei zu starten. Das spart im Stress wertvolle Sekunden und stellt sicher, dass auch ohne automatischen Trigger sofort die richtigen Fachkräfte und Abteilungen erreicht werden.
Die Alarmierung

Hier spielt GroupAlarm seine Blaulicht-DNA voll aus: Wir übertragen die kompromisslose Verlässlichkeit aus dem Rettungswesen direkt in Ihre IT-Abläufe. Die App sorgt dafür, dass kritische Alarme nicht überhört werden – sie klingelt zuverlässig, auch wenn das Smartphone stummgeschaltet ist, und bietet intuitive Optionen zur sofortigen Rückmeldung (Quittierung). Sollte der Push-Alarm einmal nicht ausreichen, lassen sich weitere Kanäle wie SMS und Sprachanrufe parallel hinzuschalten oder als Eskalationskette definieren, um die Erreichbarkeit bestmöglich abzusichern.
Ergänzung: Die Hotline für direkte Erreichbarkeit
Nicht jeder Vorfall wird durch ein Monitoring-System erkannt – oft kommt der erste Hinweis direkt vom Anwender oder Kunden. Hier bietet GroupAlarm mit dem Hotline-Feature eine einfache Möglichkeit, eine professionelle Erreichbarkeit aufzubauen, unabhängig von der eigenen TK-Anlage.
Für IT-Teams bedeutet das:
- Sofortige Verfügbarkeit: Sie schalten in wenigen Klicks eine Rufnummer mit Ihrer Ortsvorwahl.
- Intelligente Weiterleitung: Anrufe werden nach dem „Hunting-Verfahren“ an verfügbare Teammitglieder (Agenten) verteilt. Der Erste, der abhebt, übernimmt den Fall.
- Unabhängigkeit: Die Hotline funktioniert völlig losgelöst von Ihrer eigenen Infrastruktur. Auch wenn Ihr Server für die lokale Telefonanlage ausfällt, bleibt die IT-Bereitschaft für externe Anrufer erreichbar.
- Transparenz: Jeder Anruf wird dokumentiert, sodass Sie im Nachgang genau sehen, wann welcher Incident gemeldet und von wem entgegengenommen wurde.
Integration und Anbindung
Die REST-API: Vollständige Kontrolle
Die REST-Schnittstelle ist das Werkzeug für maßgeschneiderte Arbeitsabläufe. Sie ermöglicht es, GroupAlarm als funktionalen Teil Ihrer eigenen Applikationen oder DevOps-Pipelines zu nutzen. Im Gegensatz zu einfachen Triggern erlaubt die API eine bidirektionale Kommunikation und tiefe Prozessintegration.
Die REST-API optimiert das Incident-Management, indem sie Alarme nicht nur präzise auslöst, sondern bei Entwarnung durch das Monitoring auch automatisch wieder schließt. Durch bidirektionale Feedback-Schleifen lassen sich Statusänderungen oder Quittierungen direkt in gewohnte Dashboards und Ticket-Systeme zurückschreiben, was für volle Transparenz sorgt. Zudem entfällt die doppelte Datenpflege: Stammdaten wie Zuständigkeiten und Erreichbarkeiten werden durch den automatischen Abgleich mit internen Verzeichnissen stets aktuell gehalten.
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Monitoring-Klassiker: Grafana, checkmk & ICINGA
Für viele Monitoring-Tools bietet GroupAlarm Anbindungen, um die MTTR (Mean Time To Recovery) zu senken:
Grafana
Wenn ein Dashboard-Panel einen Schwellenwert überschreitet (z.B. CPU-Last > 95%), triggert Grafana Alerting direkt einen Alarm in GroupAlarm. So werden Admins auch fernab vom Monitor sofort mobil erreicht.
Zur GroupAlarm Integration von Grafana >
checkmk
Hier wird GroupAlarm als Benachrichtigungs-Methode hinterlegt. Tritt ein Service-Status wie „CRITICAL“ auf, übergibt checkmk die Host- und Service-Infos an GroupAlarm, wo das passende Szenario ausgelöst wird.
Zur GroupAlarm Integration von checkmk >
ICINGA / Nagios
Ähnlich wie bei checkmk werden Icinga-Ereignisse präzise an GroupAlarm weitergeleitet. Die detaillierten Fehlerbeschreibungen aus Icinga erscheinen direkt in der GroupAlarm-App der alarmierten Techniker.
Zur GroupAlarm Integration von ICINGA >
Individuelle Integration: Die Universallösung für eigene Systeme
Wenn Sie Ihre hauseigenen Monitoring-Tools oder spezialisierte Drittsoftware anbinden möchten, für die keine Standard-Integration bereitsteht, bietet GroupAlarm flexible Schnittstellen für Ihre maßgeschneiderte Lösung:
Universelle Anbindungen: E-Mail & Webhook
E-Mail und Webhooks bilden die technologische Basis für fast alle Anbindungen in GroupAlarm. Sie fungieren als universelle Brücke, um jedes beliebige System – von der spezialisierten Eigenentwicklung bis hin zu etablierten Drittanbietern – schnell und zuverlässig zu vernetzen. Diese Flexibilität ermöglicht es, individuelle Schnittstellen bedarfsgerecht selbst zu realisieren, anstatt auf die Entwicklung nativer Integrationen warten zu müssen.
Flexibler HTTP-Webhook (Inbound)
Die Anbindung über Webhook ist das ideale Werkzeug für moderne IT-Landschaften. Da fast jeder SaaS-Dienst und jede Eigenentwicklung HTTP-Requests senden kann, fungiert unser No-Code Flow-Editor als intelligenter Empfänger. GroupAlarm nimmt strukturierte Daten entgegen, wertet diese logikbasiert aus und stößt direkt die passenden Folgeschritte an – ob Alarmauslösung, Messenger-Benachrichtigung oder Datenweitergabe an Dritt-Systeme. Auf Basis dieses Webhooks sind bereits viele Anbindungen realisiert.
Intelligenter E-Mail-Eingang
Für Systeme, die primär auf E-Mail-Kommunikation setzen, bietet GroupAlarm eine leistungsfähige Brücke. Sie können dedizierte Zieladressen einrichten oder bestehende IMAP-Postfächer direkt integrieren. Das System filtert eingehende Nachrichten nach definierten Schlagworten und transformiert unstrukturierte E-Mails in präzise Alarmereignisse. So binden Sie auch Legacy-Systeme ohne großen Entwicklungsaufwand nahtlos in Ihre moderne Alarmierungskette ein.

